Fünf Lean Prinzipien

strukturiert und prozessorientiert zum Erfolg

Hier erfahren Sie, was sich hinter den Lean Prinzipien verbirgt.

Zusammenfassung
Fünf Lean Prinzipien

Die 5 Lean Prinzipien entstammen ursprünglich aus dem Toyota Production System (TPS) von Taiichi Ohno. Erstmalig so genannt wurden diese Prinzipien von James P. Womack und Daniel T. Jones, die das TPS analysiert und wissenschaftlich aufgearbeitet haben. Da es sich um grundlegende Prinzipien von Lean handelt, sind diese in jeder Ausprägung von Lean zu finden: Ob Bauwesen, Produktion oder im allgemeinen Management.

Sie kennen die Lean Prinzipien bereits? Dann informieren Sie sich über Lean in der Bauwirtschaft!

Die Lean Prinzipien stellen den Kunden in den Mittelpunkt. Somit konzentriert man sich auf den Mehrwert des Kunden zum Beispiel in Produkten, Dienstleistungen oder Features. Dabei herrst ein kontinuierliches Streben nach Perfektion – bei möglichst wenig Verschwendung.

Wichtig zu verstehen ist, dass Lean Management und die Lean Prinzipien ihren Ursprung in der Automobilindustrie haben. Dabei steht die Optimierung von Durchlaufzeiten und Produktionsprozessen im Vordergrund. Anhand dieses Beispiels lassen sich die Prinzipien auch am besten veranschaulichen.

Im Folgenden gehen wir näher auf die 5 Lean Prinzipien ein:

Kundenmehrwert (Value)

Fokus auf den Kundenmehrwert - Lean Prinzipien

Der zentrale Aspekt beim „Lean Thinking“ ist die Identifizierung und Erfüllung des Kundenmehrwerts, denn wie gut ein Prozess ist, entscheidet am Ende immer der Kunde. Denn es sind die Empfänger bzw. Abnehmer Ihrer Waren, Dienstleistungen und Informationen, die wirklich beurteilen können, inwieweit Sie das Richtige in der richtigen Qualität, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Form liefern. Daher sollten Sie dessen Erfüllung stetig hinterfragen und optimieren.

Daher leitet Taiichi Ohno aus der Frage „Wofür ist der Kunde bereit zu zahlen“ ab, dass im Werschöpfungsprozess zu viel Verschwendung stattfindet, die dem Kunden keinen Mehrwert liefert. Deshalb war es sein Ziel, den gesamten Prozess zwischen der Auftragserteilung und dem Geldeingang zu optimieren.

Verschwendung in Prozessen minimieren

Wertstrom & Prozessoptimierung - Lean Prinzipien

Wertstrom- & Prozessoptimierung (Value Stream)

Hinter diesem Prinzip steckt die Darstellung aller Arbeitsschritte, die zur Erbringung der Leistung tatsächlich durchgeführt werden. Dabei geht es um die Entwicklung eines  gemeinsames Verständnisses des Wertstroms und die darin versteckten Probleme sichtbar zu machen. Im Folgenden erscheinen die Probleme, die Sie momentan daran hindern, den Kundenwert voll umfänglich abzudecken oder zu langen Durchlaufzeiten und großem Ressourcenverbrauch führen. Somit entdecken Sie Prozesse und Arbeitsschritte, die nicht wertschöpfend und unnötig sind (z. B. Freigaben, Kontrollen, Doppelarbeit oder -ablage) und können sie direkt ersetzen. Somit reduzieren Sie die Verschwendung in den Aktivitäten und Prozessen und erhöhen die Produktivität.

Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Mit welchen Tätigkeiten erzeugen wir Kundenmehrwerte?
  • In welchen Prozessen erstellen wir unsere Produkte oder erbringen unsere Dienstleistungen?
  • Welche Einheiten der Organisation sind am Wertstrom beteiligt?

Pull-Prinzip

Pull-Prinzip - Lean Prinzipien

Während Arbeitsvorgänge bisher ohne Rücksicht auf den Bedarf und die zur Verfügung stehenden Kapazitäten durch die Prozesskette geschoben werden (Push), werden sie in Zukunft ausgehend vom Kunden flussaufwärts gezogen (Pull). Somit fordert das nachfolgende Gewerk die Leistung des Vorgängers an und der Informationsfluss läuft entgegen dem Produktionsfluss.

Der Gedanke des Pull-Prinzips: Das nachfolgende Gewerk fordert die Leistung des Vorgängers an.

Prozessablauf beim Push-Prinzip

Informationsfluss = Produktionsfluss

Prozessfluss beim Pull-Prinzip

Produktion erfolgt bedarfsgerecht und auf Abruf!

Informationsfluss läuft entgegen dem Produktionsfluss.

Das Pull-Prinzip ist ein Konzept für den Materialfluss und Prozessfluss. Dabei soll ein Prozessschritt in einer Wertschöpfungskette erst dann erfolgen, wenn er vom nachfolgenden Schritt oder einem Kunden angefordert wird.

In Produktionsumgebungen löst demzufolge ein Kundenauftrag die Herstellung eines Produktes aus. Im Kontext der Bauwirtschaft löst ein Gewerk die benötigte Vorleistung aus. Auf diese Weise werden wesentlich weniger Ressourcen gebunden und der Prozess kann in einen kontinuierlichen Fluss gebracht werden.

Um das Pull-Prinzip effektiv umsetzen zu können, sollte die Produktionsabfolge geglättet sein (Heijunka). Die einzelnen Prozessschritte müssen so synchronisiert sein, sodass die Gewerkeabfolge reibungslos erfolgen kann.

Kontinuierlicher Fluss - Lean Prinzipien

Kontinuierlicher Fluss (Flow)

Das Fluss-Prinzip stellt eines der wichtigsten Prinzipien bei Lean da. Damit ist ein kontinuierlicher und geglätteter Produktionsablauf gemeint, der die in vielen Organisationen vorhandenen Unterbrechungen in Form von Zwischenlagern und Pufferbeständen vermeidet. Hierbei können Sie enorme Verbesserungspotenziale realisieren, welche sich positiv auf den kompletten Wertstrom und dessen Effizienz auswirken. Wenn Sie solche Stopps vermeiden, die Produktion harmonisieren sowie sich am Wertstrom orientieren, ist das Fundament für eine flexible, kundenorientierte und effiziente Steuerung der Fertigung geschaffen.

Kaizen – Kontinuierliche Verbesserung

KAIZEN - Stetige Verbersserung - Lean Prinzipien
Der Plan, Do, Check & Act Zyklus

Kaizen, japanisch für kontinuierliche Verbesserung, ist der letzte zentraler Bestandteil des Lean Thinking und ein sich ständig wiederholender Prozess, der durch den PDCA-Zyklus unterstützt werden kann.

Das ständige streben nach Perfektion beinhaltet in diesem Zusammenhang auch, das stetige Hinterfragen der vorangegangenen 4 Lean Prinzipien und bildet somit einen stetigen Kreislauf aller Prinzipien. Dies resultiert in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, kurz KVP.

Kaizen, japanisch für kontinuierliche Verbesserung, ist der letzte zentraler Bestandteil des Lean Thinking und ein sich ständig wiederholender Prozess, der durch den PDCA-Zyklus unterstützt werden kann.

Das ständige streben nach Perfektion beinhaltet in diesem Zusammenhang auch, das stetige Hinterfragen der vorangegangenen 4 Lean Prinzipien und bildet somit einen stetigen Kreislauf aller Prinzipien. Dies resultiert in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, kurz KVP.

Der Plan, Do, Check & Act Zyklus
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